Entspannt und gelassen in den Tag starten – Morgenroutine

Im ersten Schritt auf der Suche nach mehr Entspannung und Gelassenheit im Alltag habe ich mich der Morgenroutine gewidmet.

Ich hatte immer das Gefühl, das Thema ‚Morgenroutine‘ was in aller Munde ist, wäre nur ein weiterer verpflichtender Punkt auf meiner To-Do Liste. Also habe ich mich näher mit dem Gedanken beschäftigt.

Zuerst musste ich mir eingestehen, dass ich viel zu streng mit mir selbst bin. Ich reagiere auf nicht geschaffte To-Do’s mit ‚Strafe‘, versuche an meiner Disziplin zu arbeiten und noch strengere Anforderungen zu erschaffen. Aber wofür? Der Punkt kommt, wo ich diese Dinge dann ganz über Board werfe, weil sie dann doch nicht so wichtig sind – ich bin frustriert. Wieder gescheitert, wieder etwas nicht geschafft.

In unserer Leistungsgesellschaft reicht es lange nicht mehr nur zu sein. Wichtig ist, was wir tun, was wir haben. Ganz ehrlich? Ich hab so genug davon und bin stolz auf mich, egal was ich tue oder habe, egal wieviel Leistung ich erbringe. Also habe ich mir geschworen, künftig nicht mehr so streng mit mir zu sein und auf ‚gescheiterte‘ To-Do’s mit Selbstliebe und Verständniss zu reagieren. Nun frage ich mich also nicht mehr: Wieso habe ich das nicht gemacht / geschafft? sondern: Was brauche ich um das künftig entspannt und ohne Druck zu machen / schaffen? Was sind die Rahmenbedingungen?

Somit habe ich mir dann tatsächlich ein Buch gekauft: Magical Mornings. Ohne Erwartungen habe ich dieses Buch gelesen und musste schnell feststellen, dass diese hochgelobte Morgenroutine wohl doch Sinn machen kann. Aus Routinen wird Alltag, Menschen brauchen Routinen – es gibt ihnen Halt und Sicherheit.

Meine Morgenroutine

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welche Dinge mir Energie schenken. Welche Dinge ich davon in die Morgenroutine packe? Die, auf die ich Lust habe 🙂

Mein Plan ist nun, ab 01.02.2020 mit der Morgenroutine zu starten. Die Routine beinhaltet verschiedene Dinge:

  • Bewusste Zeit im Bad
  • 1 Minute in den Spiegel sehen, eventuell Affirmationen wiederholen
  • Zeit mit meinen Haustieren – ganz ohne Stress
  • Meditation
  • Yoga
  • Lesen
  • Frühstück
  • Tee
  • Journaling
  • Infrarotlampe
  • Räuchern
  • Spazieren gehen

Einige Punkte sind Fixbestandteile, die ich auf jeden Fall täglich machen möchte wie z.B. bewusste Zeit im Bad, Meditation, Frühstück, Infrarotlampe, Journaling, …

Andere Punkte werde ich variieren, je nachdem wie viel Zeit ich mir nehmen kann.

Außerdem werde ich versuchen, eine fixe Schlaf- und Aufstehzeit einzuführen. Ich habe mich in den vergangenen Wochen genau beobachtet um festzustellen, wann mir was gut tut.

Challenge accepted

Um mehr ‚Verpflichtung‘ durch Inspiration reinzubringen, werde ich meine Morgenroutine ab 01.02.2020 auf meinem Instagramkanal mit euch teilen. Auch meine Art und Weise, ehrlich und liebevoll mit ‚Rückschlägen‘ umzugehen wir ein wichtiger Prozess dabei.

Vielleicht möchtest du mit mir gemeinsam starten, für einen gelassenen und entspannten Start in den Tag.

Viel Spaß :-) * unbezahlte Werbung weil Nennung der Infrarotlampe

Wie ich zum Yoga kam

Yoga war für mich zu Anfang gleichzusetzen mit einem langweiligen Dehnungskurs – da hatte ich meine erste Stunde noch nicht besucht.

Meine Tante ist seit Jahrzehnten Yogalehrerin und aufgrund meiner Vorgeschichte (dazu später mehr) hatte sie mich dazu überredet eine Stunde zu besuchen.

Gelangweilt und ohne jede Erwartung tanzte ich dort an, in einem Fitness Studio. Im Yogaraum waren Matten und ein riesen Spiegel an der Wand – die Stunde begann im Sitzen, es folgte der Vierfußstand mit Variationen, der herabschauende Hund, Sonnengrüße (ich konnte weder von der Abfolge, noch von der Intensität her mithalten) und dann einige Asanas im Liegen.

Während der Stunde kam ich ins Schwitzen, wohl weil ich nie Sport machte. Was auf die Anstrengung folgte, war pure Entspannung – ein Zustand der mir lange fehlte.

Da war es so weit – ich wollte mehr. Mehr Entspannung, mehr Bewegung in der Kombination mit meiner Atmung und vor allem, mehr Entspannung. Also besuchte ich in den folgenden Wochen immer wieder die Yogaeinheit. Ich war gefesselt, verliebt und geborgen – mein Entschluss eine Yogalehrer Ausbildung zu machen war gefasst.

Gesagt, getan – einige Monate später machte ich, Sportmuffel und überdrehtes, hyperaktives Wesen durch und durch – meine Yoga Trainer Ausbildung.

Ich liebte die Einheiten auf meiner Matte und mein Leben veränderte sich von Grund auf. Aber was war geschehen?

Mit 12 Jahren hatte ich mit starken Panikattacken zu käpfen, Psychotherapien, Medikamente, Krankenhausaufenthalte und unzählige Versuche Hilfe zu finden später, ging es mir mit 15 Jahren endlich besser. Besser – das bedeutete noch lange nicht gut. Mit 17 Jahren war es besser, aber eben noch weit entfernt von gut, also gab ich dem nervenden Drängen meiner Familie nach und machte mehr Bewegung. Ich habe alles versucht und alles gehasst, bis ich auf Yoga gestoßen bin.

Yoga gibt mir nicht das Gefühl, mich bewegen zu müssen, es ist wie ein Meeting mit mir selbst und tut einfach unbeschreiblich gut. Nach Jahren ging es mir endlich gut. Ich fühlte mich wohl.

Das war mein Weg zum Yoga. Nach dieser Erfahrung ist es mir ein Anliegen, Yoga so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Um ihnen ein Gefühl davon zu geben, was es heißt, wenn es einem wirklich gut geht.

Namaste.

5 praktische Tipps für den Yoga Anfang

Kobra

Noch nie war der Lebensstandard und die Anforderungen an uns, immer mehr und mehr zu tun, zu sein, so hoch wie heute. Gleichzeitig steigt die Unzufriedenheit und Rate der Probleme, sowohl psychischer als auch physischer Leiden immer weiter an. Woran liegt das?
Die meisten Menschen suchen im Außen ihr Glück, sie haften ihre Zufriedenheit an materielle Dinge oder andere Personen. Wir sind täglich so vielen Einflüssen ausgesetzt und haben verlernt zur Ruhe zu kommen, nach innen zu sehen.

Yoga zeigt den Weg, du musst ihn nur gehen.

Mit Yoga sind wir Teil einer alten indischen Tradition und setzen auf bewährtes, anstatt gehetzt jedem neuem Trend zu folgen.
Yoga lässt sich auf – aber auch vorallem abseits der Matte praktizieren, es ist viel mehr als Bewegung, es ist eine Lebenseinstellung.
Im Yoga konzentrieren wir uns auf das wesentliche, Körper Geist und Atem werden in Einklang gebracht und der Alltagsstress verfliegt.
Mit jedem Atemzug und jeder Bewegung lernen wir unseren Körper mehr kennen und trauen uns immer mehr neue Dinge auszuprobieren.
Durch die speziell konzipierten Körperübungen, auch Asanas genannt, lassen sich böse Giftstoffe loswerden und die Selbstheilungsktäfte aktivieren. Das Herz-Kreislauf System wird angeregt, Yoga bringt unzählige weitere körperliche und geistige Vorteile mit sich. Es gibt keine Lebenslage in der uns Yoga nicht hilft.
Der Schlaf verbessert sich, wir leben und erleben bewusster, treffen spannende neue Gleichgesinnte und werden zu unserem eigenen Meister.
Yoga ist für jeden da, für jedes Alter und jede Fitnessstufe geeignet.

Praktische Tipps

1. Aller Anfang ist schwer

Am Anfang stellt sich die Frage, welcher Yogastil zu Dir passt.
Angefangen beim klassischen Hatha Yoga, leiten sich unendlich viele Richtungen ab. Vom Bikram Yoga bei großer Hitze, über ruhige Einheiten beim Yin Yoga, hin zu fließenden, tänzerischen Bewegungen im Vinyasa Flow Yoga. Es gibt so viele Richtungen, dass für jeden was dabei ist. Du kannst hier einfach durchprobieren und Deine eigenen Erfahrungen sammeln. Stell Dir die Fragen: Soll es auspowernd sein oder eher ruhig? Spirituell oder eher klassisch?
Kleiner Tipp: Youtube machts möglich.

2. Tägliche Routine

Am Besten nimmst Du Dir täglich etwas Zeit für Deine individuelle Yogapraxis. So lassen Erfolge nicht lange auf sich warten. Es reichen oft schon 5 Minuten. Du kannst auch einfach zwischendurch Deinen Fokus auf die Atmung legen. Achtsames Handeln ist Teil der Yogaphilosophie. Schließ die Augen und lächle – nur für Dich. 

3. Kein Wettbewerb

Im Yoga konzentrieren wir uns auf das Wesentliche, uns selbst. Hier bringt es nichts, sich mit anderen Yogis zu vergleichen. Du kannst deine Anfangsschritte nicht mit denen, eines jahrelang Praktizierenden messen. Durch Wettkampfgedanken passieren schnell Fehler, oder Du verletzt Dich. Die Folge kann eine lange Pause sein, die Dich in deiner Praxis wieder deutlich zurückwirft. Bevor ich zum Yoga gekommen bin, war ich sehr unsportlich. Dementsprechend waren auch meine sportlichen und beweglichen Fähigkeiten sehr begrenzt. Jeder hat sein eigenes Tempo. 

4. Kein Druck

Du schaffst es nicht Dir täglich die Zeit für Deine Praxis zu nehem? Kein Ding, einmal ist besser als kein Mal! Nimm den Druck raus. Genieße eine Tasse Tee, spüre beim Spaziergang (oder dem Weg in die Arbeit) genau in deine Fußsohlen. Es sind die kleinen Dinge im Leben. Druck und Wettkampfgedanke liegen ganz nah beisammen. Niemand erwartet von Dir etwas, außer Du selbst. 

5. Der richtige Lehrer

Nimm Dir Zeit und finde den zu Dir passenden Yogalehrer, das ist das Um und Auf bei Deiner Yogareise. Es muss harmonieren, darf nicht gezwungen oder unangenehm sein. Der richtigte Lehrer wird Dir viele Wege aufzeigen, welchen Du gehst, bleibt jedoch Dir überlassen. Achte dabei auf dein Bauchgefühl. 

6. Höre auf Deinen Körper

Du kommst bei einer Körperübung nicht so weit wie Dein Mattennachbar? Wunderbar! Du hast etwas, woran Du arbeiten kannst. Du wirst sehen wie freudig es ist, wenn Du beobachtest, wie Du Schritt für Schritt vorankommst. Der Weg ist das Ziel.Lerne Dich und Deinen Körper besser kennen, spüre und spiele mit Deinen Grenzen und merke: es ist gut, genau so wie es ist.
Du bist genug. Du tust genug.