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Ayurveda für jeden Tag

Einen gesunden Tagesablauf auf den Rhythmus der Natur abzustimmen, kann ganz einfach sein. Mit Hilfe der Chronobiologie startet man mit zwei bis drei alltagsgerechten Ernährungs- und Gesundheitstipps nach der inneren Bio-Uhr, um dann Schritt für Schritt weitere hinzuzunehmen. Einfach mal ausprobieren, Spaß haben und spüren, wie gut es tut.

Viele Empfehlungen aus der ayurvedischen Gesundheitslehre und den yogischen Reinigungstechniken lassen sich ganz easy zu Hause in den Alltag integrieren – für ein Leben in Gesundheit und Vitalität.

Die Doshas *

Vata

Vata (ausgesprochen Wata) stammt aus dem Sanskrit und bedeutet ‚Luft, Wind‘. Es ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe im Körper, sowohl physische als auch psychische.
Vata steht für das Prinzip der Leichtigkeit und Veränderung. Als kosmische Verbindung steht es für den Wind und das Grundprinzip ist Veränderung. Die Elemente sind Äther und Luft und die Einflüsse Aktivität und Bewegung. Vata ist kalt, flexibel, trocken und durchdringend.

Der Vata-Typ
  • sehr groß oder sehr klein
  • schlank, dünn, zart
  • längliches Gesicht, kleine Augen
  • unregelmäßige Zähne und schmalere Lippen
  • geringes Gewicht und leichter Körperbau
  • trockene Haut, trockene Haare, lockiges Kringelhaar
  • Venen gut sichtbar
  • neigt zu trockener Haut
  • friert leicht, speziell an Händen und Füßen
  • begeisterungsfähig, geistig sehr wendig
  • geht Dinge schnell an
  • hat eine Abneigung gegen kaltes und windiges Wetter
  • unregelmäßiges Hungergefühl und unregelmäßige Verdauung, Neigung zur Verstopfung
  • schnelle Auffassungsgabe und gutes Kurzzeitgedächtnis
  • Neigung zu Sorgen und Kummer sowie zu leichtem und unterbrochenem Schlaf
  • spricht schnell und wechselt oft das Thema
  • kann Dinge nicht so gut ein- und durchhalten
  • verspricht viel, kann aber dann nicht einhalten
  • hat viele Ideen, bringt aber nur wenig zu Ende
Pitta

Pitta bedeutet „Galle“ und besteht aus den Elementen Feuer und Wasser. Es ist für alle biochemischen Aktivitäten verantwortlich, inklusive der Erzeugung von Wärme. Pitta hat einen Bezug zur Sonne und das Grundprinzip ist die Umwandlung. Es beeinflusst den Stoffwechsel. Pitta ist heiß und trocken.

Der Pitta-Typ
  • mittelschwerer Körperbau
  • geht Dinge mit mittlerer Geschwindigkeit an
  • arbeitet sehr systematisch und organisiert
  • Abneigung gegen Hitze
  • starker Hunger und gute Verdauung, kann Mahlzeiten schlecht ausfallen lassen
  • mittlere Auffassungsgabe und Gedächtnis
  • guter Redner
  • gibt Erlerntes systematisch wieder
  • unternehmenslustiger und mutiger Charakter
  • Neigung zu Ungeduld und Ärgerlichkeit
  • präzise und genau, Perfektionsneigung
  • leicht erregbar
  • bevorzugt kalte Speisen und kühle Getränke
  • Neigung zu Sommersprossen und Muttermalen
  • liebt Aufenthalt in der Natur, Meer, Berge
  • muss sich sportlich betätigen um sich gut zu fühlen
  • hoher Haaransatz, neigt früh zu Geheimratsecken und Glatzenbildung
Kapha

Kapha (ausgesprochen ‚Ka-pha‘) besteht aus den Elementen Wasser und Erde, das Grundprinzip ist die Trägheit. Es steht für Stabilität, das Nährende, Fürsorgliche, Mütterliche und ist auf körperlicher Ebene für alles Feste wie Knochen, Zähne und Nägel zuständig. Kapha ist kühl.

Der Kapha-Typ
  • stabiler und schwerer Körperbau, Neigung zu Übergewicht
  • große Stärke und Ausdauer
  • geht Dinge methodisch und langsam an
  • Neigung zu glatter und fetter Haut
  • geringes Hungergefühl und langsame Verdauung
  • ruhige und beständige Persönlichkeit
  • langsame Auffassungsgabe, aber gutes Langzeitgedächtnis
  • tiefer und langer Schlaf
  • kräftiges, eher dunkles Haar
  • schwer aus der Ruhe zu bringen
  • steht zu seinem Wort, bleibt dran
  • neigt zur Melancholie
  • nimmt Dinge schwer
  • neigt zur Jammerei und bewegt sich nicht so gerne

Die Doshas nach der Uhrzeit

2-6 Uhr Vata – Unruhe – Seelenstunde

6-10 Uhr Kapha – Frühstück – Schwere

10-14 Uhr Pitta – Hauptmahlzeit – Energie

14-18 Uhr Vata – Verdauung – wenig Energie

18-22 Uhr Kapha – Essen – Ruhe

22-2 Uhr Pitta – Tiefschlaf – Erneuerung

Morgens

Detox für den Körper

Früh aufstehen:

Ein guter Tag beginnt nach ayurvedischem Rhythmus zum Sonnenaufgang. Zu Tagesbeginn sind die vitalen Kräfte der geistigen Erneuerung besonders stark.

Morgendliches Reinigungsritual:

Zungenschaben und Ölziehen gehören zur vollständigen ayurvedischen Mundhygiene vor dem Zähneputzen. Für das Ölziehen nimm einen Esslöffel Öl (am Besten kaltgepresstes und ökologisch hergestelltes Oliven- oder Sesamöl) in den Mund und gurgle damit einige Minuten lang, spuck es dann aus und spül den Mund mit warmen Wasser aus.

Extra Tipp:

Die yogische Nasendusche (Tala-Neti) führst du mit Hilfe eines Neti-Kännchens aus. Verwende abgekochtest, lauwarmes, leicht gesalzenes Wasser dafür.

Den Körper ölen und vitalisieren:

Wer am Morgen noch etwas mehr Zeit hat, der sollte seine Morgenroutine um eine Ganzkörper-Ölmassage erweitern. Den Körper dafür kräftig von Kopf bis Fuß mit Sesam- oder Mandelöl einreiben. Während der Selbstmassage sollte so lange Öl auf die Haut gegeben werden, bis sie keines mehr aufnehmen kann. Anschließend das Öl ca. 20 Minuten einziehen lassen. Danach den Körper heiß duschen oder baden. Durch dieses Ritual werden toxische Ablagerungen in den Körpergeweben gebunden und gelöst.

Stärkung für den Geist:

Bereits 15 Minuten Meditation und Pranayama am Morgen schenken innere Ruhe, Klarheit du Kraft. Tief ein- und ausatmen mit der Wechselatmung. Dazu mit aufrechter Wirbelsäule entspannt sitzen, den Atem fließen lassen. Das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen verschließen und durch das linke Nasenloch einatmen. Mit dem Ringfinger das linke Nasenloch verschließen und durch das rechte Nasenloch ausatmen. Wieder rechts einatmen, wechseln, links aus – ein, wechseln usw.

Das Frühstück:

Frühstück ist nur für diejenigen geeignet, die tatsächlich Hunger haben. Alle anderen sollten sich mit 1-2 Tassen heißem (Ingwer-)Wasser begnügen.

Mittags

Verdauungskraft:

Je höher die Sonne am Himmel steht, desto stärker bestimmen die feurigen Pitta Kräfte die Tatenkraft, Belastungs- und Leistungsfähigkeit von Körper und Geist. So lautet die wichtigste Ayurvedaregel für einen erfolgreichen Work-Flow: Nutz die erste Tageshälfte vor dem Mittagessen für alle wichtigen und anstrengenden Tätigkeiten.

Das Mittagessen:

Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit: Salat, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide schenken Energie, Ausdauer und Wohlbefinden. Wenn wir auf die sechs Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb) und die vier Formen (kaubar, essbar, lutschbar und trinkbar) in der Nahrung achten, so ist sie besonders gut verdaulich.

Agni Trunk:

Zur Entfachung der Verdauungskraft hilft ein Agni-Trunk vor dem Essen mit Kreuzkümmel, Pfeffer, Ingwer und Steinsalz. Lass die Gewürze einige Minuten in Wasser aufkochen. Dann abseihen, etwas abkühlen lassen und etwa 10 Minuten vor dem Essen in kleinen Schlückchen trinken.

Abends

Sich entspannen und Energie tanken

Wenn das Tageswerk vollbracht ist, so ist es Zeit, sich auszuruhen: Spätestens ab 20 Uhr schaltet die innere Uhr in den Ruhemodus des süße Nichtstuns.

Um Stress und Spannung abzubauen, helfen Yoga und Body-Workouts zwischen 17-19 Uhr auf optimale Weise.

Für einen guten Schlaf empfiehlt der Ayurveda eine warme Milch (alternativ Mandelmilch) mit einer Messerspitze Muskat und 1/4 Teelöffel Ashwaganda-Pulver.

Digital Detox für Rückzug & Innenschau

Zu den ayurvedischen Tipps für eine gesunde Abendroutine zählt die frühe Nachtruhe. Bis um 22 Uhr dominiert Kapha unseren Abend. Diese Energie macht uns schwer und müde – die ideale Zeit, um einzuschlafen. Nach 22 Uhr übernimmt hingegen die Pitta-Energie, die uns wieder aktiv macht und das Gedankenkarusell antreibt. Die Schlafenszeit macht einen großen Unterschied für die Schlafqualität.

Vermeide digitale Hobbys in der letzten Stunde vor deiner Schlafenszeit. Nutz diese Zeit stattdessen zum Tagebuch schreiben, für eine beruhigende Lektüre oder ein entspannendes Bad.

Yin Yoga, sanfter Pranayama und Meditation helfen uns dabei, abends zur Ruhe zu kommen und uns zu erden.

* Quelle: Wikipedia, Yoga Aktuell

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