Achtsamkeit – ganz schön anstrengend

Achtsamkeit übt sich nicht von alleine – so viel ist klar. Warum? Unsere Gedanken wollen immer die gleichen Bahnen entlangrieseln. Ihnen eine neue Richtung zu geben braucht Geduld. Vor allem aber Verständnis für sich selbst, besonders an den Tagen, an denen wir uns unruhig fühlen.

Das Gute ist: Jeder Tag bietet eine neue Chance, es zu versuchen. Achtsamkeit ist eine Haltung, die man sich angewöhnen kann. Anfangs zwar vielleicht mit etwas Mühe, aber später dafür mit wachsender Freude.

Aber wie funktioniert das eigentlich?

Es geht nicht darum, einfach nur gedankenverloren in der Teetasse zu rühren und sich dabei möglichst wohl zu fühlen. Es geht darum, sich Zentren der Achtsamkeit zu schaffen:

  1. Konzentration, auf das, was man tut, verbunden mit einer bewussten Atmung
  2. voller Hingabe im Moment sein, mit allen Sinnen wahrnehmen
  3. Ablenkung abschalten, Radio, Handy oder ähnliches, lenken davon ab, was wirklich zählt – der Moment
Probleme bei der Achstamkeit

Morgen geht es los. Für neue Jahr nehme ich es mir vor. Sobald die große Konferenz geschafft ist und ich im Büro kürzer treten kann, ist es so weit. Meine Zeit kommt, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

FALSCH. DEINE ZEIT IST JETZT. DEINE ZEIT IST KOSTBAR.

Es scheint so viele Entschuldigungen zu geben, aus welchen Gründen wir nicht schon jetzt beginnen. Dabei ist nichts schlimmer, als zu denken: hätte ich, wäre ich, …

Starte heute, nimm ein paar bewusste Atemzüge und reflektiere. Welche Gründe und Entschuldigungen stehen dir im Weg?

Möglichkeiten, die uns zur Verzweiflung bringen

Es gibt Tage, an denen die Regale in den Lebensmittelläden und Boutiquen, berstend voll, mich einfach überfordern. Wie genau soll man da bitte achtsam sein???

Dabei ist es ganz klar: Niemand verlangt von uns, alle Möglichkeiten zu prüfen. Ganz nach dem Motto ‚Weniger ist mehr‘, nutze ich meine Zeit und Gedanken für etwas anderes. Sollte ich in ein altes Muster fallen, frage ich mich: Brauche ich das oder will ich das nur?

Du selbst kannst dir jederzeit einfach stop sagen. Daran hindert dich keiner, außer du selbst.

Meine Kraftquelle

Es gibt eine Kraftquelle, die wir immer bei uns haben: den Atem.

Der Atem steht dir in jeder Lebenslage zur Verfügung, ohne, dass du viel dafür tun musst. Den großen Teil erledigt der Atem sowieso von ganz alleine und ohne, dass du dir dessen bewusst bist.

Nutz seine beruhigende, seine belebende, seine inspirierende Kraft! Auch das geht ganz einfach, indem du dir am besten mehrmals täglich bewusst machst, wie der Atem fließt. Halte inne, spür der Luft nach, die durch die Nase in den Körper gelangt und ihn wieder verlässt.

Nur wenige Atemzüge bringen dich zu dir selbst zurück, wenn der Trubel übernimmt.

Viel Spaß beim Üben,

namasteJessi

ps.: sei nicht zu streng zu dir selbst, du machst das gut – so wie du bist 🙂

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